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[Regelwerk] Zauberei/Magie
ja, Denkanstösse, wie die Zauberei gehandhabt werden soll
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Subject: [Regelwerk] Zauberei/Magie
Ich habe mir jetzt zum Umfang und der Anzahl der Zauber in Dâse folgendes überlegt.

Zuallererst möchte ich die Magie weiter ausbauen. Es gibt ja bis jetzt Elementarmagie und Zirkelmagie. Ich möchte gerne noch eine dritte Form, die göttliche Magie hinzuziehen, deren sich Priester, Schamanen, Mönche etc. bedienen. Bei den Fähigkeiten wären dann die folgenden wichtig:

Magie                   MAG
Zirkelmagie            ZMA
Elementarmagie      EMA
Göttliche Magie      GMA

Entscheidet sich ein Spieler zu einem Magiewirker zu werden, dann muss er sich an folgende Dinge halten:

  • Um überhaupt Magie wirken zu können benötigt man mindestens einen Punkt in MAG und in einer Zauberfähigkeit (Zirkelmagie, Elementarmagie oder göttliche Magie). Ich weiss jetzt nicht wie das dimensioniert ist, daher gehe ich jetzt von einer Skala von 1-10 aus. Soll einfach ein Richtwert sein, der angepasst werden kann.

    • Hat der Magiewirker beispielsweise Göttliche Magie 3, dann kann er Grad 1, Grad 2 und Grad 3 Zauber wirken.
    • Anhand seiner Fähigkeit MAG wird die Anzahl der Zauber pro Tag bestimmt:

  • Der Wert für MAG wird dann mit der Summe des jeweiligen Attributs (Ich sag jetzt mal: ZMA: Intelligenz, EMA: Scharfsinn, GMA: Auffassung/Hingabe) und fünf (<-muss vielleicht noch etwas angepasst werden) multipliziert. Dann kommt noch ein vom Volk abhängiger Wert hinzu, der addiert wird (Elfen haben eher Affinität zu Zirkelmagie, Dwarfen eher zu Elementarmagie).

    • Bsp.: Die Elfe Ardélia hätte Intelligenz 3 und MAG 4, ZMA 3 und kriegt einen Bonus +2, wegen ihres Volkes. Sie käme dann auf den Zauberwert von 4[MAG]x(3[INT]+5)+2[Volk]=34. Diese Punkte werden (ich nehme mal an, dass ein Zirkelmagier, seine Zauber z.B. am Morgen bevor er aufbricht, vorbereiten muss) nun auf die Zaubergrade verteilt. Dabei „kosten“ Grad 1 Zauber einen Zauberpunkt, Grad 2 Zauber 2 Punkte, Grad 3 3 Punkte usw. Allerdings gibt es die Beschränkung, dass die Anzahl Zauber des höchsten Grades den MAG- oder Zauberwert (je nachdem welcher höher ist) nicht übersteigen darf (Bei einem Grad tiefer das doppelte des MAG-, bzw. Zauberwertes; Grad 1 Zauber unterliegen dieser Beschränkung nicht). Also bei Ardélia wäre der MAG-Wert höher und sie könnte vier Zauber des Grades 3, und 8 Zauber des Grades 2 auswählen pro Tag.

    • Sie könnte nun 4 Grad 3 Zauber (34-3x4=22) 7 Grad 2 Zauber (22-2x7=8) und 8 Grad 1 Zauber auswählen. (Wobei ihr MAG natürlich schon einiges an Erfahrung widerspiegelt, also überdurchschnittlich hoch ist)

Das vielleicht mal als Gedankenanstoss, der nach Belieben auseinander genommen, kritisiert und verbessert werden kann. Wo ich noch Schwächen sehe, ist in den MAG- und Zauber-Werten: Wenn die so schnell wie die anderen Fähigkeiten verbessert werden können, dann werden die Magiewirker schnell ein wenig zu mächtig.
Aber man könnte vielleicht eine Beschränkung einführen, dass die zu verteilenden Punkte entweder nur zu einem gewissen Prozentsatz auf die Magie verteilt werden können, oder dass die Anzahl Attribute auf Magiefähigkeiten eine gewissen Wert nicht übersteigen darf. Irgendwas, worüber ich mir jetzt im Moment nicht mehr Gedanken machen will.

mfg raVen
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This post was edited 2 times, last on 2006-04-17, 01:00 by Shia.
Edit reason: Hab mir erlaubt Aufzählungszeichen einzufügen.
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Reply · Quote raVen #2
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mir ist gerade ein Geistesblitz erschienen, wie Zirkelmagie und Elementarmagie zu unterscheiden ist (ich hoffe jetzt einfach, dass das noch nicht festgelegt ist bzw. nicht im Widerspruch zu meinen Gedanken steht ;) )... es hat jetzt zwar nicht direkt mit Regeln zu tun, aber mit Grundlagen für die Regeln, deshalb sollte dieser Thread nicht der falsche sein...

Die grundlegendste Unterscheidung ist, dass Elementarmagie angeboren und Zirkelmagie erlernbar ist.
Die eher naturverbundenen Völker (Dwarfen, Elfen etc.) haben Neigungen zu elementaren Kräften, d.h. einige Angehörige dieser Völker sind mit einer Gabe gesegnet, die dann meist hohes Ansehen innerhalb des Volkes verspricht.
Elementarmagie ist ausserdem etwas lebendiges, fliessendes, da sie direkt aus der Seele des Magieanwenders kommt.

Dagegen haben die, in der Regel, magisch unbegabten Menschen gelernt, Naturgesetze einer anderen Magie zu erfahren und zu erforschen. Zirkelmagie soll also mit der heutigen physikalischen Wissenschaft vergleichbar sein, einer auf Regeln und Gesetzen basierenden Wissenschaft. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es so etwas wie ein Massenerhaltungsgesetz gibt, oder ein Gesetz dafür, dass eine Menge Energie in eine entsprechende Menge Masse umgewandelt werden, und umgekehrt.
Und im Gegensatz zur elementaren ist die Zirkelmagie konstruiert, weist also Ecken und Kanten auf, ist im Grunde tot und nichts weiter als aus der nahen Umgebung gebündelte Energien.

Damit könnte man das allgemein bekannte Immer-Mehr-Wollen der Menschen erklären, die teilweise auch das Wirken von Elementarmagikern als niedere Magie abstempeln würden...

Und wie gesagt, ein Elementarmagiker, der seine Kunst verfeinern möchte bzw. sogar grössenwahnsinnig oder machthungrig ist, gezwungen sein wird, auch Zirkelmagie zu erlernen um diese dann mit seinen angeborenen Fähigkeiten zu verbinden. So könnte man sich gut einen korumpierten Obermotz vorstellen. Vielleicht war er mal ein Halbelfe/-elbe, der fasziniert war von den Möglichkeiten der Zirkelmagie und immer mehr Gefallen an deren Verästelung und Wucherung fand, und schliesslich es so weit trieb, dass er falsches Leben erschaffte oder Lebende bezauberte um damit seine "unbegrenzte" magische Macht auf weltliche Macht zu erweitern...

ich würde sagen, dass Dwarfen, Elfen oder Linardi, die relativ isoliert in ihren Stammesstätten/-städten leben, nicht das Verlangen haben, sich auf solche Wege zu bewegen, während die neidischen Menschen gerade darauf zu schiessen... Ich könnte mir ausserdem auch eine Abneigung der "Elementar-völker" vorstellen, der Zirkelmagie gegenüber, da diese ja von jedem Deppen erlernt werden kann und nichts mit der Vererbung des Blutes auf sich hat usw. usf.

zu den Elementarmagien:
  • Elfen/Elben würden sich eignen für Pflanzen-, oder Erdmagie
  • Dwarfen wären Vertreter der Steinmagie
  • Linarden verschreiben sich der Feuer- und Luftmagie und nach Skyfox' Beitrag könnte ich mir gut auch noch Sandmagie vorstellen
  • Baqualirsch wahrscheinlich Wassermagie
  • weiter könnte ich mir noch wahrsagerische Schulen vorstellen, aber dazu bräuchte es noch ein geeignetes Volk

Ich möchte damit zeigen, dass die jeweiligen Völker durch ihre Naturverbundenheit gelernt haben, ihre Wesen mit den Gesetzen der Magie in Einklang zu bringen und deshalb mit elementarer Magie gesegnet sind. Sie haben sich selbst als Teil der Natur angesehen, während die Menschen sich die Natur untertan machen wollen und deshalb auch zu einer Verbindung nie fähig sind.

und noch ein letzter Punkt, der mir gerade beim Schreiben des vorigen Abschnittes in den Sinn gekommen ist: es gibt natürlich die Möglichkeit für Menschen in der Magie eines ihnen bevorzugten Elementes einzugehen, aber das ist nur mit der absoluten Hingabe diesem Element gegenüber möglich, was dann er Anbetung einer Gottheit gleichkommt. Und somit wäre der Kreis geschlossen.

Elementarmagie: verinnerlichte Zirkelmagie
Zirkelmagie: Genaue Betrachtung und Erforschung der Magie der Welt
Göttliche Magie: absolute Hingabe zu einer Gottheit, die damit den Anbetenden mit Magie ausstattet

Somit sind alle Magien miteinander verwandt, aber dennoch wird es Konflikte geben, welche dieser Magien nun die beste bzw. die wahrhaftigste ist... hej, ich habe gerade eine Parallele zu Lessings "Ringparabel" gezogen... *hehe* und jetzt habe ich auch die Idee, was die Magie für einen Stellenwert haben wird, in meiner Geschichte um Milandra... Milandra als Brücke dieser drei Magiekategorien :) :) *freu, weil endlich sinn für die geschichte gefunden hat*

mfg raVen

edit: ach ja, das hab ich noch vergessen... Und zwar bin ich immer im Clinch, ob ich jetzt "Magie" oder "Magik" sagen soll. Viele Fantasyroman-Übersetzter übernehmen das englische "Magic" als "Magik" und zum lesen finde ich diese Lösung viel eleganter. Bei "Magie" konnotiert man - oder ich zumindest - sofort einen blöden Zauberkünstler, der gerade ein Häschen aus dem Hut zaubert und einer aus dem Publikum keucht: "das ist Magie!" oder die blöde Idee wie man "Magie" für alltägliches benutzt bzw. missbraucht Liebe ist keine "Magie"; Liebe ist etwas Romantisches, Gefühlsbetontes, und natürlich Schönes, aber es hat nichts mit Zaubersprüchen oder Bezauberungen/Flüchen gemeinsam... Deshalb wäre ich von "Magik" eher angetan...
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This post was edited on 2006-06-16, 11:10 by raVen.
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Reply · Quote Shia (Administrator) #3
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Irgendwie hab ich das Gefühl ich überseh manche Threads einfach. Bin mir auch nicht sicher ob wir schonmal drüber geredet haben, aber es gibt ja nicht nur 3 Formen der Magie, sondern potentiel unendlich viele. Das wär auf alle Fälle zu bedenken. Deswegen können die drei Arten, welche von dir vorgeschlagen wurden, fast keine Fertigkeiten sein, da die ja begrenzt sind. Als Eigenheiten wären sie dann schon eher praktisch.

Der Großteil von dem was es zu Elementarmagie und Zirkelmagie bisher zu wissen gibt findet sich unter

http://dase.weltenportal.org/magie/elementarmagie
http://dase.weltenportal.org/magie/zirkelmagie
http://forum.weltenportal.org/thread/122

Leider deckt sich das nicht ganz mit deinen Ideen von 'Zirkelmagie einfacher als Elementarmagie'. Aber verwerfen würd ichs deswegen nicht. Ich denke die unterschiede zwischen den beiden Arten, sind zum großen Teil auch subjektiv. Wer die Begabung für Elementarmagie hat, der wird dieses wohl einfacher finden. Diejenigen denen diese Begabung aber fehlt, die werden große Mühe haben überhaupt nur kleine Resultate zu erzielen. Im Gegenzug finden die, welche in der Elementarmagie zu Hause sind, es sicherlich mühselig all die Zeit für das Studieren der Zirkelmagie zu opfern.
Ich seh da großes Potential für schöne Streitgespräche zwischen den Magiern der einzelnen Fraktionen. Vielleicht könnten wir sowas mal machen. Wär vielleicht ganz spaßig. :)

Die spezielle Verbindung der einzelnen Völker zur Magie ist sicherlich auch ne feine Erklärung. Sollte man im Hinterkopf behalten. Gleichzeitig würd ichs hald nich zu *der* Erklärung machen, weil das würde ja dann wiederum ausschließen, daß Zwerge zu Wassermagiern werden und Elben die Feuermagie beherrschen. Generell würde sie das ja auch zu 'besseren' Wesen machen als die Menschen und wenn ein Volk 'besser' als das andere ist dann werd ich immer vorsichtig. Jeder sollte einen Makel haben sonst driftet man schnell ins typische Schwarz/Weiß denken ab.
Also generell bin ich nicht dagegen, nur sag ich eben man sollte es nicht übertreiben, sonst hat man bald die Menschen zu den Bösen gemacht, die alles an sich reißen wolln und überhaupt ganz ganz schlimm sind.

Und ob jemand Magie oder Magik sagt is mir persönlich ehrlichgesagt absolut egal. Wenn dus lieber magst, kannst dus ja zu einem regionalen Begriff machen. Dann kann jeder benutzten, was ihm besser gefällt. Auf Toreia werd ich bei Magie bleiben, da ich mit 'Magik' nix verbinde. Ich finds auch immer ziemlich lächerlich wenn sich ein gewisser her Copperfield immer als 'Magier' bezeichnet. Für sowas würd ich den Begriff 'Zauberer' benutzen. Hört sich irgendwie... naja 'billiger' an.
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Reply · Quote raVen #4
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So meine Lieben, ich hab mich jetzt endlich mal durchringen können ein kleines Geburtstagsgeschenk fürs Dâse zu schreiben. Ist zwar etwas spät, aber wie heisst es doch so schön, besser spät als nie...
Es ist eine kurze Abhandlung, bezüglich der drei(!) Formen der Magie, die meiner Meinung nach in Dâse existieren. Das ist neben Zirkel- und Elementarmagie noch Gottesmagie... aber nötigen Erklärungen folgen im Text. Die Struktur des Textes ist vielleicht nicht so ganz gelungen, aber als ich angefangen habe, habe ich noch nicht gedacht, dass ich ihn ins Forum stellen könnte... schaut mal rein:

Wie wird Magie gewirkt:

Im Grund gibt es Elementar-, Zirkel- und Gottesmagie.
Elementarmagie wird aus einem offenen, freien Geist heraus durch Intuition und Überzeugung vom
körperlichen Magiespeicher (Mana?) gewirkt.
Zirkelmagie ist im Gegensatz dazu die wissenschaftlichere Annäherung. Jene Magier studieren wie Physiker und Mathematiker bestimmte Abläufe und Prozesse in der Natur und abstrahieren diese in Formeln, Ausdrücke und Gesten, womit es ihnen dann ermöglicht wird Magie zu verstehen und zu wirken.
Gottesmagie vertraut ganz den Launen der Götter. Ein Priester/Heiler oder ein anderer Glaubender betet zu seiner Gottheit und bittet dabei um Einsicht in bestimmte Zauber oder um magische Kraft, die Zauber überhaupt wirken zu können.

Elementarmagier sind von den drei Zaubertypen die einzigen natürlich begabten Magiewirker. Sie besitzen ein Reservoir an magischer Energie, das im Normalfall täglich aufgefüllt wird (dabei ist es irgendwann voll und damit begrenzt).
Zirkel- und Gottesmagier können ihre Kunst erlernen bzw. durch festen Glauben erlangen. Es wird keine natürliche Begabung vorausgesetzt, aber eine solche schadet natürlich auch nicht. Für Zirkelmagier ist eine ausserordentliche Lernfähigkeit, strenge Disziplin und ein rationeller, abstrakt denkender Verstand nötig um eine gesunde Basis aufzubauen. Denn die Magie in abstrakter Form ist mit Mathematik zu vergleichen. So muss man zuerst die Regeln, Formeln, Gesetze lernen bevor man überhaupt daran denken darf, diese Dinge konkret anzuwenden.
Gottesmagier müssen sich einem Leben der Aufopferung, Askese und Ergebenheit/Unterwerfung einer Gottheit/eines Dämons widmen und dabei eine unerschütterliche Überzeugung entwickeln, die ihnen dann erlaubt mit niederen Untergebenen der jeweiligen Gottesikone zu verkehren und ihrer magischen Kraft teilzuhaben. Der Weg bzw. das Ziel eines Glaubenden ist dabei, die Überzeugung des Gottes in immer höherem Masse zu vertreten und zu leben, dass ein Aufstieg zu immer höheren und mächtigeren Untergebenen stattfindet, bis – in der End- und Idealform – der Glaubende schliesslich seine Kraft vom Gott in Person und unmittelbar erhält oder in den unwahrscheinlichsten Fällen sogar selbst zu einem Gott wird, oder seine Gottheit herausfordert und deren Platz einnimmt.


So weit zu den Formen. Nun die eigentliche Frage: Wie wird Magie gewirkt?
Das ‚wie’ ist allen drei Formen in Grundzügen dieselbe: Dadurch dass eine Idee, ein Gegenstand, eine Person, ein Plan in die richtigen Worte, Gesten und Opfer verpackt wird, erlangt der Magiewirker Macht über das, was er tun möchte.

Ein Elementarmagier benutzt meist seine Muttersprache und „befiehlt“ mit Worten und Gesten, wie seine magische Energie kanalisiert werden soll und hat das Resultat gedanklich vor seinen Augen.
Z.B. wenn Kalor, ein menschlicher Druide, einen Spross eines Kirschbaums innert Sekunden zu einem ausgewachsenen Baum wachsen lassen will, konzentriert er sich auf das Ergebnis und spricht Worte wie: „Wachse, Spross des Kirschbaums… wachse“, und unterstützt seine Worte mit zum Himmel gerichteten Handbewegungen und ein wenig Wasser, das als Katalysator dient.
Und wie dieses Beispiel aufzeigt, ist Elementarmagie relativ vage und kann bei zehn Versuchen zehn grundsätzlich verschiedene Resultate liefern (angenommen zehn Magier stünden vor zehn identischen Kirschbaumsprossen). Ein Baum wäre vielleicht 20 Schritt hoch, ein anderer 18. Einer besitzt dichtes grünes Laub, bei einem anderen hat es bereits schon herbstliche Farben angenommen. Ein Baum blüht ein anderer trägt Früchte. Es kommt ganz auf den Gedanken bzw. die Vorstellung des Magiewirkers an.

Ein Zirkelmagier lernt in seinen ersten oder Jahren unzählige Regeln, Gesetzmässigkeiten und Theorien von Magiern, die auf Jahrhunderten der Erforschung der Magie zurückgreifen. Dazu ein Auszug der Theorie des Galmanus III., die als eine der Grundlagen der Zirkelmagie gilt: Alles Existente, das gedanklich vorgestellt werden kann, besitzt einen aus vokalen und gestikalen[sic!] Elementen bestehenden, fassbaren Begriff, worauf sich aus der Ganzheit jener Begriffe eine Sprache herausbildet, die alle uns bis anhin bekannten Sprachen übersteigt. Eine Sprache, deren Worte nicht die abstrakte Vorstellung des jeweiligen Gegenstands bezeichnen, sondern den Gegenstand selbst.
Die erwähnte Sprache wird unter Zirkelmagiern Galmanik genannt, als Hommage an ihren Entdecker, und ein Grossteil der Zirkelmagier widmet sich der Erforschung neuer Worte oder der „Grammatik“.
Ist ein Zirkelmagier fortgeschritten, sprich ist er den Grundlagen der Galmanik mächtig, besitzt er einen ansehnlichen „Wortschatz“ galmanischer Wörter (wobei die dazugehörigen Gesten mit inbegriffen sind), so kann er oder sie sich der nächsten Stufe der Zirkelmagie widmen; die Anwendung der Theorie in die Praxis:
Dabei hält er sich an ein ähnliches Schema wie ein Elementarmagier, nur zieht der Zirkelmagier keine magische Energie aus seinem eigenen Körper, sondern aus der nächsten Umgebung. Und er kombiniert einzelne galmanische Wörter zu einem Befehl, wie bei der Elementarmagie. Nimmt man wieder das Beispiel mit dem Kirschbaum, so ist es bei der Zirkelmagie möglich, dass zwei unterschiedliche Magier auf dasselbe Resultat kommen, wenn sie denn die galmanischen Wörter auf die exakt selbe Weise aussprechen und gestikulieren.

Göttermagie ist in etwa ein Zwischending der beiden Magieformen, was deren Anwendung angeht. Ein Göttermagier benutzt zwar meist die Muttersprache seines Gottes oder Dämons um Zauber zu wirken, wenn es nicht schon die seine ist, und wirkt Magie durch eine erneuerbare Kraft, die ihm durch seinen Gott bzw. seine Untergebenen bereitgestellt wird. Der Göttermagier verlässt sich dabei nicht wie der Zirkelmagier auf die Galmanik oder Formeln und Gesetze, sondern ähnlich dem Elementarmagier auf eine innere Stimme, die allerdings aus der Verbindung mit der Gottheit stammt.
Bis so eine Verbindung zustande kommt bedarf es, wie weiter oben schon erwähnt, einer strengen Disziplin und konsequenten Hingabe seiner selbst, und diese Verbindung kann schnell reissen, wenn sich der Gläubige gegen die Prinzipien seines Gottes verhält.
So gesehen ist es überaus schwer die Göttermagie auszuüben, da man sich keine – oder zumindest keine grossen – Ausrutscher erlauben kann. Ein Elementarmagier dagegen kann ohne weiteres an einem Tag seine Magiereserven nicht regenerieren, aber am nächsten dafür wieder, das schadet seinem Potential nicht, es könnte sich höchstens wie nicht benutzte Muskeln zurückbilden. Ein Zirkelmagier sogar könnte über mehrere Jahre keine Magie mehr wirken und dann wieder die galmanische Sprache auffrischen; sicher das bräuchte seine Zeit, aber er könnte dort weitermachen, wo er vor ein paar Jahren aufgehört hatte. Der Göttermagier dagegen muss ein langes Bussritual durchführen, um die Gunst seines Gottes wiederzugewinnen, oder dann sich einem neuen Gott zuwenden, der mehr seinem Ideal entspricht, obwohl er dann wieder von Null anfängt.


Und schliesslich bleibt mir noch eine Auflistung der häufigsten Erscheinungsformen der drei Magieformen:

Elementarmagier sind:     Hexer/Hexe, Schamane/Schamanin, Druide/Druidin
Zirkelmagier sind:          Magier/Magierin, Zauber/Zauberin, Galmane/Galmanin
Göttermagier sind:        Priester/Priesterin, Kleriker/Klerikerin, Paladin bzw. Streiter/Streiterin (="Gut" bzw. "Böse")
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Reply · Quote Shia (Administrator) #5
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Mal abgesehen davon, daß das du wieder mal die Magiearten einschränkst und die, welche ich bereits ausführlich beschrieben habe umdefinierst hört sich das ziemlich nach D&D an. :)
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Reply · Quote raVen #6
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Damn, sorry... Mir ist erst mit deinem Post bewusst geworden, dass ich vielleicht noch deine Ausführungen hätte durchlesen sollen, bevor ich die meinen poste...
Aber ich möchte meine Ansicht nicht ändern, zumindest nicht in meiner Geschichte; in Dâse kann ich mich deinen Entscheidungen fügen, nicht aber in meiner erschaffenen Welt...

Ich habe dennoch eine Sache, die bei deiner Ausführung über Zirkelmagie noch fehlt. Du erwähnst nicht explizit, woher die magische Energie der Zirkelmagier herkommt. Du hast zwar geschrieben: "So muß ein Zirkelmagier seinen Zauber selbst sprechen, formen und lenken", und beim Thema Elementarmagier "Dadurch ist sie sehr viel einfacher zu beherrschen, da der Magier selbst nur die Energie leiten muß, aber nicht direkt etwas mit der Formung des Zaubers an sich zu tun hat. Das ist auch der Grund warum Elementarmagie zumeist wesentlich kraftsparender in der Anwendung ist". Ich schliesse daraus, dass Zirkelmagier die magische Kraft ebenfalls nicht aus ihrem eigenen Körper ziehen - Zirkelmagie ist ja erlernbar - sondern aus ihrer Umgebung. Oder habe ich übersehen, dass es für das Wirken Zirkelmagie einer angeborenen Fähigkeit bedarf?

Und ich schränke meiner Meinung nach die Magiearten nicht ein, ich habe nur die zugrunde liegenden, grundsätzlichen und reinen Magieformen gesucht. Alles was von den dreien abweicht ist eine untergeordnete Form oder eine Kombination der drei. Oder habe ich eine Form übersehen?

Schliesslich bezüglich D&D... D&D hat nur zwei Magieformen: Göttliche und arkane Magie. Die eine wird durch bereitgestellte göttliche Kraft gewirkt, die andere durch "Manipulation" der Umgebung. Natürlich ist Arkane Magie in spontane und vorbereitete Magie aufgeteilt (Hexer/Hexe gegenüber Magier/Magierin), aber sie tun im Grunde dasselbe.

In meiner Abhandlung sind es drei verschiedene Wege um zu einem ähnlichen Resultat zu kommen. So gesehen gibt es eine "innere", eine "wissenschaftliche" und eine "göttliche" Magie...

Sorry, dass ich das wieder aufwühle, aber ich bin in meiner Geschichte an einen Punkt gekommen, wo ich mich der Magie gegenüber im Klaren sein muss, und da ja die Geschichte in Dâse spielt, wäre es von Vorteil, dass wir gleicher Meinung sind.

edit: ich habe gerade den ursprünglichen Magie-Thread gefunden (der Link in der Enzyklopädie ist nicht mehr aktuell) und sehe noch eine weitere Problematik. So wie's ausschaut ist deine Auffassung von Zirkelmagie, das die magische Kraft eines Zirkelmagiers von der jeweiligen Person selbst stammt. Aber wird Zirkelmagie damit nicht begrenzt? Zirkelmagie ist doch eine Wissenschaft, die unbegrenzt sein sollte; im Gegensatz zur elementaren Magie, die sich auf ein Element beschränkt...
Hm, ich weiss jetzt nicht, ob ich das geschrieben habe, was ich eigentlich sagen wollte...
Sagen wir's so: Ich könnte deine Magie-Ansichten akzeptieren, sie stimmen in sich relativ gut, aber es fehlt irgendwas, das ich buchstäblich (noch) nicht fassen kann...
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This post was edited on 2007-08-24, 17:18 by raVen.
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Reply · Quote Shia (Administrator) #7
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Sind alles gute Fragen - aber ich weiß nich ob die in den Regelwerkthread gehören wirklich. Aber weil ich zu Faul bin den Thread zu teilen und zu verschieben:

Die Energie der Magie stammt (meiner und damit der Ansicht nacht und damit nach Auffassung der Magier von Toreia) immer aus der arkanen Seiensebene. Egal wer irgenwelche Zauber wirkt - die Kraft hinter dem Zauber stammt immer aus der arkanen Seiensebene welche sozusagen das Heimatland der Magie ist. Nur daß es kein Land ist sondern eine Ebene des Seiens die überall und nirgens ist. Wie diese Magie kanalisiert wird - da entstehen dann erst die Unterschiede. Die Zirkelmagier kanalisieren und formen die Magie selbst während die Elementarmagier mit dem kanalisieren und formen selbst nicht viel zu tun hat sondern nur die Anweisung dazu gibt.

Eine gewisse Affinität zum arkanen ist in beiden Fällen notwendig und weder Zirkel- noch Elementarmagie können von jedem erlernt werden. Es braucht immer etwas Talent für die arkanen Künste. Ebenso gibt es immer ein Hintertürchen mit dem man die Regeln umgehen kann.

Und ganz wichtig: ich hab nie gesagt, daß die Beschreibungen die du gegeben hast nicht möglich wären auf Dâse. Ich hab nur gesagt, daß du Dinge die ich bereits beschrieben habe und die... mmh... mir fällt keine passende Formulierung ein deswegen sag ich einfach: Du hast etwas umgebaut was mir gehört. Da bin ich pingelig. Gut ich bin generell pingelig weil ich manche Sachen einfach nicht gut finde und ich der Meinung bin ein gewisses Qualitätsmänagement nötig ist. Aber in diesem Fall seh ich kein Problem: Nenns nicht Zirkel- und Elementarmagie und sagt nicht, daß es nur drei verschiedene Arten gibt auf die man Magie wirken kann. Dann seh ich keine Probleme mehr.
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Reply · Quote raVen #8
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Quote by shia:
Und ganz wichtig: ich hab nie gesagt, daß die Beschreibungen die du gegeben hast nicht möglich wären auf Dâse. Ich hab nur gesagt, daß du Dinge die ich bereits beschrieben habe und die... mmh... mir fällt keine passende Formulierung ein deswegen sag ich einfach: Du hast etwas umgebaut was mir gehört. Da bin ich pingelig. Gut ich bin generell pingelig weil ich manche Sachen einfach nicht gut finde und ich der Meinung bin ein gewisses Qualitätsmänagement nötig ist. Aber in diesem Fall seh ich kein Problem: Nenns nicht Zirkel- und Elementarmagie und sagt nicht, daß es nur drei verschiedene Arten gibt auf die man Magie wirken kann. Dann seh ich keine Probleme mehr.

Ja, ich versteh dich... Dann können wir so verbleiben, dass die Elementar- und Zirkelmagie die vorherrschenden Magieformen in Toklun/Toreia sind und meine drei Formen (Wofür ich noch andere Namen finde) die vorherrschenden in den westlichen Königreichen sind, oder zumindest dort, wo meine Geschichte statt findet?

Ich könnte meine Elementarmagie eigentlich Naturmagie nennen und meine Zirkelmagie, Galmanik. Göttermagie bleibt... Was sagst du?

Und ja, die Threadteile würden eher in den Magiebereich gehören...
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Reply · Quote Shia (Administrator) #9
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Genau so wars gedacht. :)
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