Ferinor sah sich derweil in der Ruine um. Sein geschultes Auge begutachtete die große Eiche, schweifte zu dem vom Regenwasser leicht getrübten Tümpel zur linken des Einganges. Immer mehr wurde sein Herz von dem dumpfen Gefühl umklammert, welches er bereits draußen vor der Ruine empfand. Sein innerstes verriet, dass er diesen Ort kannte, obgleich er hätte schwören können, ihn nie zuvor betreten zu haben. Woher war dieser Ort so vertraut? Etwa aus einem Traum? Konnte es sein, dass der Achong und der Goblin tatsächlich die Wahrheit sprachen? Von diesem Meister, der es vermochte, Träume zu beeinflussen. Ein kalter Schauer überlief ihn innerlich. Die Umstände, die ihn in diese Situation getrieben haben, fügten sich vor seinem geistigen Auge nun wie ein Puzzle zusammen. Auch der Hirsch fand darin seinen Platz. Sollte dieser Meister das seltsame Tier beauftragt haben, den Waldläufer zu ihm zu führen? Die letzten losen Puzzleteile in dem Gesamtwerk bestärkten Ferinor nun noch in seinem Beschluss, den Reisenden ein Gefährte zu sein.
Nach einiger Zeit schlug Lexus vor, die vielen Goblinleichen vor der Ruinenmauer zu verbrennen, bevor die Fäulnis einsetzte. Die leblosen Körper der Biester wurden auf einen Haufen direkt am Schlachtfeld geworfen und bald loderten die Flammen. Was den Hirsch anging, so beschloss Ferinor, ihn zu vergraben, um das besondere Tier dem Schoß der Erde zu übergeben. Als er sich nun bückte, den Kadaver aufzuheben, blinzelte ihm etwas von dessen Hals entgegen. Zu seiner großen Überraschung hing dort ein wunderschön gefertigtes Goldammulet mit einem blauen Edelstein darin. Bevor Lexus und Dragonic etwas merken konnten, versteckte Ferinor den Gegenstand in seiner Kleidung, um ihn sich zu einem späteren Zeitpunkt näher zu betrachten.
Nach getaner Arbeit kehrten die drei zur Ruine zurück. Zur allgemeinen Verwunderung war Garadz bereits zurück. Im Schneidersitz thronte er auf dem untersten Ast der Eiche. Seine Rechte umklammerte eine wundersame weiße Pfeife, die im Sonnenlicht zu leuchten schien und wohl fast so lang war, wie ihr Besitzer. Er nahm das Mundstück von den Lippen und schielte grinsend zu Lexus hinüber. „Soo, Herr Lexuz, vaan nun nokz zwei Tage äh. Übermorgenz um dieselbe Zeitz wir brekzen auf, nakz dem kleinen Städtkzen Alinum, eine Tagezreise vaan hier. Ikz schikzte soeben Nakzrikzt an das dortige Gasthaus, man wirdz unz also erwarten.“

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Caraz.