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Gute Fantasy?
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Reply · Quote Caraz #1
User title: Chronist
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Subject: Gute Fantasy?
Ich wollte mal von euch wissen, was ihr von einer guten(!) Fantasy-Geschichte erwartet? Was muss da drin sein, um euch dafür zu begeistern? Bitte so ausführlich wie nötig äußern.
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Reply · Quote Julia #2
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Ich persoenlich mag komplexe Geschichten mit "glaubhaften" Charas, die waehrend der Geschichte reifen und sich auch veraendern koennen. Daher liebe ich Geschichten, in denen es nicht hauptsaechlich um den 200% tigen Helden und den 200% tigen Boesewicht geht, also der "Held" einfach der Held ist und der "Boese" einfach nur boese, weil es "so sein muss".
Daher mag ich japanische RPGs da man dort eben auch oft den "Boesewicht" zumindest in gewisser Weise "verstehen" kann und auch Sympatien fuer ihn entwickeln kann.
Ich finde es auch immer interessant, wenn moeglichst viele Charaktere mehr oder weniger eine Hauptrolle spielen. Dabei ist es bei Fantasy immer recht schoen, dass interessante Charas dann durchaus voellig fremdartig sein koennen. Ich mag Geschichten, die auch mal aus einem anderen Blickwinkel als dem der Menschen geschrieben sind.
Aber wie gesagt, das ist mein persoenlicher Geschmack... gefaellt sicher  nicht jedem ;-)
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Reply · Quote Lexus #3
User title: Erschaffer von Aming Rou
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was mir gefält ist wenn von allem etwas vorhanden ist / die ganzen Nioncen vertreten sind also keine wirkliche einstufung geschiet wie der ist dort und dort xy mal so gut wie der und der fließende übergänge in allem UND am anfang söllte man um himmelswillen nicht im entferntesten erkennen können wohin das tatsächlich geht besonders interresant finde ich wenn man man könte sagen duch die Caras die erleuterungen erfährt oder dinge und sachen erst mitbekomt wenn der cara das mitbekommen soll (in der story) und es darf nicht DIE Geschichte in dieser Welt sein (die soll man erst später erfahren) also eher das und das (XYZ rettet welt = DIE Geschichte | die Geschichte die man ließt ist eher sowas wie eine Rand geschichte in der ...[???]... sagen wir mal Weltgeschichte dort)
Mögen nie die fallenden Sterne eure Welt verheeren!

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Reply · Quote DragonicGuardian #4
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Ich find genaue Beschreibungen super. Halt wie das schwert im morgenlicht glänz nachdem man es im Fluss gewaschen hat. für die meisten ist das unwichtig.
Keinen Drachen kann man so hoch steigen lassen wie den der Phantasie.
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Reply · Quote Caraz #5
User title: Chronist
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Danke für die Beteiligung :). Ich habe aus euren Beiträgen mal die Punkte herausgearbeitet. Folgendes sollte eine gute Fantasygeschichte also enthalten bzw. sein:

Glaubwürdigkeit
Charaktergeflecht/Figurenkonstellation
Multiperspektivität
Abwechslung
Komplexität der Welt an sich
Spannung/Unvorhersehbarkeit
Welterlebnis aus Sicht der Charaktere
Puzzlestück in der Weltgeschichte
Detailierte Beschreibungen mit einem Schuß Romantik

Sollte ich noch etwas übersehen haben oder solltet ihr weitere Ideen haben, bitte ich darum, es mitzuteilen.
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Reply · Quote Caraz #6
User title: Chronist
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Eine Frage läge mir noch am Herzen. Hat sich irgendjemand von euch schon mal außerdâsisch mit Weltenbasteln beschäftigt und/oder eigene Fantasygeschichten geschrieben? Wenn ja, dann mit welchem Erfolg? ;) *gespannt sei*
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Reply · Quote Skyfox #7
Member since May 2006 · 356 posts · Location: Dortmund
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Ich habe schon einige Bücher angefangen, aber immer wieder abgebrochen und ich habe bei Future Universe mitgeschrieben, einem Rollenspiel in naher Zukunft, jedoch auch dieses verlief sich im Sand ;)...
Cuando los angeles lloran
entonces los diablos se ríen
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Reply · Quote Julia #8
Member since Aug 2005 · 462 posts · Location: Hakodate (Japan)
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Hm, ich habe ein Comic namens "Shadowpath" angefangen zu zeichnen... ist Sci-Fi, wobei der erste Teil, an dem ich noch sitze aber auf der Erde mitte der 80er spielt. teil 1 war eigentlich als Auftaktstory gedacht und sollte nicht mehr als 150 Seiten haben, bevor es richtige Sci-Fi wird, tja, aber dann kamen mir so viele Ideen und einige Charas sahen es dann auch nicht mehr ein nur eine Nebenrolle zu bekommen... und so bin ich mittlerweile auf ca. 370 Seiten und 80 fehlen mir noch, bis ich Teil 1 hoffentlich abgeschlossen habe... Mal sehen, ob ich das jemals schaffe, aber es ist inzwischen in meinem kopf ein richtig komplexes Universum entstanden.
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Reply · Quote DragonicGuardian #9
Member since Jun 2006 · 179 posts · Location: Löbau
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Also weltenbsteln tu ich nur auf dâse. schreiben tu ich so gerne. hab 10 angefangene storys auf pc und noch mindestens 30 im Kopf
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Reply · Quote Lexus #10
User title: Erschaffer von Aming Rou
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also ich bastle so an meinem Aming Rou (soll mal 'N Buch werden [in nooch sehr ferner Zukunft]) (zudem Spielt Aming rou in einer Galaxy die immernoch nicht (Halb-) Fertig ist) und hab mich mal mit einem Regelwerk für ein Strategie Rollenspiel versucht und es nach etwa einer Woche wieder sein gelassen in meinem Kopf Spuken unzählige storys und augenblick für augenblick kommen mehr hin zu *absolut furchtbarfind* man setzt sich hin will die Kurzgeschichte zu "papier" bringen und dann fallen ein schon wieder drei neue ein *GRRRRR!!!!!!!*  :'(  :#:  aba naja ... und beim rest so?
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Reply · Quote raVen #11
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Ich bin, wie ihr hier nachlesen könnt, mit einer Fantasy-Geschichte beschäftigt, die irgendwann mal zu einem Roman werden sollte. Ich habe schon einige Geschichten geschrieben, und diese jetzt schon das dritte Mal von Neuem begonnen (weil mir der Erzählfluss nicht wirklich gepasst hat, oder dann die Erzählperspektive anders ansetzen wollte). Diese Geschichte spiegelt eigentlich die Synthese von den meisten je von mir begonnenen Geschichten wider, die ich nun in einer zu fokussieren versuche. Aber wie Lexus geht es mir ähnlich, dass ich - wenn ich mal zum Schreiben komme - gleich wieder neue Ideen habe und den Faden vom "Jetzt" der Geschichte etwas aus der Hand gleiten lasse.
Ich hoffe nur, ich werde irgendwann mal damit fertig. Schliesslich steckt schon eine Heidenarbeit dahinter; wenn ich die Zeit für die vorangegangenen Geschichten miteinberechne sogar noch mehr.

@julia: deine Geschichte würde ich gerne einmal sehen. 370 Seiten sind ja schon eine ordentliche Sammlung an Material. Ich nehme mal an, du hast alle von Hand gezeichnet und nicht auf Computer? Dann erschwert sich das "einmal sehen" nämlich... Oder erzähl wenigstens mehr davon :-p
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
- Albert Einstein
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Reply · Quote Julia #12
Member since Aug 2005 · 462 posts · Location: Hakodate (Japan)
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Geschichten sind manchmal ein netter Weg, wieder eine ganz neue Facette von sich selbst und seiner "inneren Welt" zu entdecken. Die ersten 12-14 Seiten von Shadowpath sind ziemlich strikt durchorganisiert gewesen... Layouts, schon ein festes Skript usw. und es ging NICHTS... es dauerte auch EWIG (fast 1 Jahr) ehe ich die ersten Seiten fertig hatte und es wirkte alles furchtbar hoelzern... schauder !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Dann dachte ich mir, egal, vielleicht wird es der totale Mist, aber ich mache nun einfach intuitiv weiter, ich kann ja immer und jeder Zeit wieder damit aufhoeren... DANN ging es irgendwie... ich schaffte 40 Seiten das Jahr, dann waren es jedes weitere Jahr 100, aber dann kam das Examen und dann die Familiy und auch wegen aderer Dinge war ich blockiert. Nun liegt die Story rum und ich grueble, ob ich sie nochmal ueberarbeiten soll... ???
Ja, ist tatsaechlich alles per Hand gezeichnet, aber vielleicht raffe ich mich mal auf und scanne es nach und nach, dann kriegt jeder der hier will, die Geschichte gern zugeschickt ^_^
Kerstin kennt sie uebrigens schon :-)
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Reply · Quote Caraz #13
User title: Chronist
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@Skyfox Hattest du zum Schluss keine Lust oder keine Ideen mehr die Bücher fortzusetzen?
@Julia Hast du denn vor dem Zeichnen von Shadowpath eine Art Gliederung geschrieben, an der du dich orientiert hast oder hast du spontan drauflosgemalt und die Geschichte erst Schritt für Schritt entwickelt?
P.S. Meine E-Mail-Adresse hast du ja schon! :D
@Dragonic Wie bist du eigentlich bei dieser einen Sache weitergekommen, für die du die Links haben wolltest? War doch auch eine Art Weltenbasteln wenn ich nicht irre.
@Lexus Ah ;) Erschaffer von Aming Rou, jetzt hab ich's kapiert
@Raven Dich wollte ich auch das gleiche wie Julia fragen, hattest du bereits eine Gliederung bzw groben Verlauf und Ausgang der Handlung bevor du anfingst zu schreiben?

Ich persönlich habe mich auch am Weltenbasteln versucht, bin aber an der Abstraktion der eigenen Welt zugrunde gegangen. Weil das sollte eine Scheiben- (oder zumindest ebene) Welt werden. Das handlungstragende Volk (dem auch die Hauptfigur des angefangenen Buches angehört) lebt aber in einer Schneewüste, wo die Sonne niemals hinkommt (ewige Nacht sozusagen), es dafür drei verschiedene Monde zur Zeitbestimmung gibt. Das Problem war jetzt, dass in anderen Gegenden derselben Welt durchaus oder sogar ziemlich gewiss Tag- und Nachtwechsel geschehen sollten und dass die Nacht anderswo vielleicht lediglich Stunden dauerte. Wie aber sollte man verhindern, dass Sonnenlicht da durchdringt wenn die Welt eben ist? Selbst bei einer Kugel hätte man da schlechte Karten. Durch dieses Logikproblem ist das ganze Projekt bei mir zum Stillstand gekommen.
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Reply · Quote raVen #14
User title: Mr. Magic Letter
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@caraz: Das ist genau das Problem. Ich weiss eigentlich immer noch nicht zu 100% was ich genau mit meiner Geschichte will bzw. wie sie ausgehen soll. Die Gründe, dass ich die Geschichte zum dritten Mal neu beginne, sind: ich bin mir überhaupt nicht schlüssig wie ich den Hauptcharakter aufbauen möchte. Im Moment ist sie eine Diebin, die sich in einer Grossstadt durchschlägt, das war sie von Anfang an. In meiner ersten Fassung aber ist sie ein gescheiterter, übler Dieb, isoliert von den anderen Menschen in der Stadt; in der zweiten Fassung geniesst sie die Unterstützung von einzelnen Personen und hat ein wenig mehr Erfolg als in der ersten; und in der dritten Fassung ist sie ein Dieb mit moralischem Konflikt. D.h. sie wäre lieber ehrlich, kann aber aufgrund ihrer Lage nicht überleben ohne zu klauen. Ich arbeite - zumindest in Gedanken - mit einer vierten Fassung, wo sie mehr nur Dieb, sondern eine Kräutersammlerin ist, die die Armen und Bedürftigen, die sich eine Untersuchung nicht leisten können, pflegt und lediglich ihre dafür benötigten Materialien zusammenklaut, welche sie nicht sammeln kann. Und so könnte ich die Geschichte dann aufbauen, dass sie das Gefühl hat, ihre Heilkraft stamme vollständig von ihren Kräutern, aber in Wahrheit eine übernatürliche Gabe dahintersteckt und die Heilung beschleunigt oder gar vollständig übernimmt... Mein Endziel ist es, dass ihr Sohn, den ich Milandré nennen werde, eine wichtige Rolle in Dâse einnehmen wird, eine noch wichtigere Rolle als ihre Mutter. Aber was dazwischen und danach liegt, ist noch sehr vage festgehalten.
in den Grundzügen denke ich allerdings an eine gross angelegte Invasion, minuziös und schon seit einer Ewigkeit vorbereitet, dessen Planer nur noch auf den richtigen Zeitpunkt wartet um zu beginnen.
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Reply · Quote Caraz #15
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@Raven
Ja, die Charaktereigenschaften sollten schon von Anfang an feststehen, sonst könnte die Geschichte im Nachhinein gar nicht funktionieren. ;) Aber es sollte schon klar sein, was du damit bewirkst, indem du der Mutter von Milandré so viel Bedeutung zuweist, wenn sie doch eigentlich nichts wichtigeres getan hat, als ihn zu gebären. Vielleicht solltest du dich bei der Erzählung nur auf Milandré konzentrieren. Man könnte die Rolle der Mutter ja so etwas als Prägungscharakter von Milandré - also dass er viele Charaktereigenschaften und Fähigkeiten von ihr übernommen hat. Und ihr Lebenswerk (was auch immer es ist) sowie ihre Ideologie weiterführt.

Ich bin mir jetzt nicht über deine Ziele im Klaren, aber ich denke, es wäre für dich vorteilhafter, fürs erste Kurzgeschichten zu schreiben. Weil du sagst ja selbst zu einem Roman ist bei dir noch zu wenig da und da gehst du wirklich von Null auf Hundert (denn ein Roman ist schon ein recht fetter Wälzer). Zudem hast du kaum Zeit dazu. Bei einer Kurzgeschichte tust du nichts weiter, als ein Erlebnis aus dem Leben deiner Hauptfigur herauszugreifen und es etwas näher zu beschreiben. Ich denke, so findest du auch besser zu der Welt und zum Charakter dieser Figuren, indem du testest, wie sie auf die ein oder andere Situation reagieren. Und ein weiterer Vorteil von Kurzgeschichten ist - sobald die Idee in deinem Kopf funktioiert, brauchst du nur wenige Stunden, um sie aufzuschreiben. :D Zeitsparend, effizient und braucht nicht mal viel.
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