Subject: Eolings größtes Abenteuer
Mein Name ist Eoling. Ich bin ein harukanischer Forscher. Als die großen Meister eine neue Wärmmethode für die Häuser suchten, wählten sie mich, damit ich auf Bosque, eine Insel in kalten Gefilden, herausfinde warum es dort so warm ist. Also habe ich gleich meine Sachen gepackt und bin los gesegelt. Die Reise war weit und ich musste mehrmals umsteigen, da die Hornwale die Wärmeren Strömungen nicht mögen. Außerdem wären wir auch fast in eine Baligastraße gesegelt und das wäre sehr schlecht ausgegangen. Diese Baliga waren zu dieser Zeit unterwegs zu ihren Brutplätzen und nahmen dazu die Iaka Strömung, die um die Insel der Mandinga führt,. Ich war sehr erschrocken als ich plötzlich von einem der riesigen Wale stand. Sie waren viele, viele Mal größer als die unseren. Das Schiff musste deshalb erst einmal kehrt machen und auf Morte, der Toten Insel, halten. Die Insel hatte ihren Namen deshalb, da dort ein brutales Monster lebt. Nur wenige hatten es zu Gesicht bekommen. Es schlich sich an seine Beute heran und tötete sie mit einem Biss. Die Mandinga, so sagte der Kapitän, nennen ihn Sanguetox. Wir gingen in einem beträchtlichem Abstand vor Anker. Wir hatten auch noch einen Abenteurer an Bord. Der wollte gleich mal die Insel erkunden. Alle haben ihm davon abgeraten, doch er wollte nicht auf die anderen hören. Mitten in der Nacht, ich schlief gerade in der Hängematte unter Deck, hörte ich einen panischen Schrei. Ich fuhr erschrocken zusammen. Ich habe schon neben einem Asach gestanden, aber der Schrei war viel erschreckender als das Gebrüll eines dieser Tiere. Ich rannte sofort auf das Deck und blickte zu dem dichten Wald. Der Abenteurer rannte um sein Leben. Sein linker Arm war schon abgerissen. Hinter ihm raschelte der Dschungel. Heraus trat ein riesiges Geschöpf, eine Hydra. Doch statt der vielen Schlangenköpfe hatte sie die Köpfe von Drachen. Ich drehte mich sofort herum, als sie auf den Abenteurer zusprang. Was danach geschah konnte ich nur hören doch der Todesschrei des Mannes erscholl noch viele Male bevor er endgültig starb. Der Kapitän veranlasste sofort, dass die Fahrt weiterginge. Wir brauchten noch genau fünf Tage und dann erreichten wir Bosque. Schon von weitem sah ich den riesengroßen Hafen. Es war ein wundervoller Anblick. Wir hatten schon unsere Wintermäntel ausgezogen, da es immer wärmer wurde. Obwohl es außerhalb der Insel ziemlich kalt war, liefen hier die Menschen in kurzen Hosen und Gewändern umher. Ich habe so was noch nie erlebt. Der Kapitän legte an einem kleinen Steg, nahe des Fischmarktes, an. Ich schnappte mir meine Taschen und Koffer und machte mich zusammen mit ein paar Trägern auf den Weg zu meinem Hotel. Der Name des Hotels war " Vislarga", was so viel hieß wie weite Sicht und es stand auf einem Berg, der mitten in der Stadt herauswuchs. Sofort brachten die Diener des dortigen Herren meine Koffer nach oben. "Willkommen, Willkommen im Vislarga, dem schönsten Hotel hier in Pordesigul, der größten Hafenstadt von Bosque" , begrüßte man mich freundlich. Der Meister des Hotels war ein kleiner braunhäutiger Mann mit einem spitzen Kinnbärtchen und einem Lächeln auf dem Gesicht. Danach sprach er mit einem der Diener in einer Sprache die ich nicht verstehen konnte. " Also. Ich habe gerade mit Oldo hier gesprochen. Er wird für die Zeit, die sie hier sind, ihr Diener sein. Er spricht fließend harukanisch und wird ihnen bei allen Fragen behilflich sein und sie bei Gesprächen mit Einwohnern gern übersetzen." "Guten Tag Herr, ich bin Oldo und werden ihnen zu diensten sein." "Vielen Dank Oldo, für deine Dienste. Aber du brauchst mich nicht mit Herr anzusprechen, nenn mich einfach Eoling," Dann begleitete er mich in mein Zimmer und während ich mich häuslich einrichtete, erzählte mir Oldo, was es hier in Pordesigul zu sehen und zu bestaunen gab. Danach ging ich runter zu den Bädern. Ich öffnete die Tür und stand vor einem riesigen Becken. Um dieses herum, hielten Säulen das Dach fest, welches um das Bad herum den Menschen kühlen Schatten gab.Über dem Becken war nur der Himmel. Ich stieg sofort langsam ins Wasser und Oldo wartete draußen auf mich und wachte über meine Kleidung. Das kühle Wasser tat mir so gut, dass ich gar nicht bemerkte wie die Zeit verging. Es war nun schon dunkel geworden, als ich total entspannt aus dem Wasser heraustrat. Oldo kam sofort mit dem Handtuch und trocknete mich hab und half mir beim Anziehen. Als ich angezogen war gingen wir hinauf zum Abendessen. Die Tische waren reich gedeckt. Ich ging zu einem der Esstische, wo auch schon einige andere Leute saßen. "Einen schönen guten Abend Herr Eoling. Was darf ich ihnen bringen?", fragte der Kellner. "Ich hätte erst einmal gern einen Met und eine Liste mit den Speisen." "Ich werde mich sofort darum kümmern." Und dann verschwand er hinter einem Vorhang. Ich blickte in die Runde. Links neben mir saß ein Dwarf in einem wundervollem Gewand. Neben ihm saß eine junge braunhäutige Frau in knapper Garderobe. Sie war eine Cadela. Hier auf Bosque konnte man sich eine Frau kaufen. Entweder für eine Nacht, für einige Tage oder auch fürs ganze Leben. Mir gegenüber saß ein hochgewachsener Blauelf. Die Blauelfen waren hier auch beheimatet. Sie leben in der Mitte des Blauen See, auf einer Festung die bis auf den Grund des Sees gebaut wurde. Ihnen sind viele Geheimnisse anvertraut, doch sie sind nur noch wenige, da eine schlimme Krankheit schon vor Jahrhunderten viele ihrer Artgenossen dahin gerafft haben. Sie lebten einst auf Irianu einer total zerstörten Insel. Nur ein paar haben sich retten können. und leben jetzt hier auf Bosque. Ich habe schon viel über die Geschichte dieser Wesen gelesen: Irianu war eine wunderschöne Insel. Sie wurde die grüne Insel genannt. Eines Tages jedoch bildete sich nebliger Dunst über der gesamten Insel. Die Bäume gingen ein und die Blauelfen wurden krank und starben. Niemand schien die Ursache zu kennen und so starben sie einer nach dem anderen. Doch damit nicht genug. Langsam breitete sich der Dunst auch zu den Nachbarinseln aus. Die Elfen haben aber gehandelt bevor, die Krankheit woanders Fuß fassen konnte. Sie schickten die wenigen gesunden von ihnen fort. Danach versammelten sie sich im Kreis um den einst grünen Fleckchen Erde und zerstörten mit einer Zeremonie fast die ganze Insel. Das einzige was heute noch davon übrig ist, ist ein Stein von zwei mal zwei Fuß Breite. Der Rest liegt unter dem Ozean. Man munkelt, dass Irianu, nun da es versunken war, ein Heim für ein Monster ist. Durch die giftigen Gase entstand dort ein Wesen von gewaltigen Ausmaßen. So hoch wie ein Riese und so stark wie ein Gott lässt es regelmäßig Schiffe verschwinden.
So hieß es in einer Geschichte, die ich vor einigen Jahren gehört habe. "Okay hier ist ihre Bestellung Herr Eoling. Ein Porco mit frischen Maca Dorouda und einer cremigen Gordula Soße." " Mhh vielen Dank. Das sieht wirklich lecker aus." Als ich alles aufgegessen hatte, es war wirklich vorzüglich, gab es zum Nachtisch das leckerste Gericht auf Bosque, den Bolo de Queijo. Nach dem Essen ging ich ins Bett. Draußen war es jetzt richtig finster. Ich legte mich auf die samtweiche Matratze und schlief augeblicklich ein.
Also ab hier gehts weiter
Am nächsten Morgen wachte ich sehr zeitig auf. Vor meinem Fenster tobte ein Kampf zwischen zwei kleinen Ingis. Ingis sind kleine, rot-goldene Vögel.Die beiden putzigen Tierchen stritten sich um einen Wurm und machten dabei einen höllischen Lärm. Ich stand dann auf und ging zum Fenster. Draußen war es noch dunkel, doch von Kälte war dort nichts zu spüren. Ich blickte weiter auf die Stadt herunter. Es waren auch jetzt schon einige Menschen unterwegs - wahrscheinlich zur Arbeit. Wie ich so das Treiben beobachtete, öffnete sich die Tür und Oldo trat herein. "Sie sind schon wach Eoling?", fragte er und es fiel ihm immer noch schwer ihn so anzusprechen. "Ja, Ich hab blendend geschlafen", antwortete ich darauf. "Was wünscht ihr heut zu tun Eoling?", fragte er. "Du brauchst nicht so formell zu sein. Sag einfach "Du". Das ist einfacher. Also ich würde heut gern einmal etwas über die Geschichte von Bosque erfahren. Was kannst du mir darüber erzählen?" "Ich kann es ihnen, dir, zeigen." "Okay, ich werde mich erst einmal anziehen, dann essen wir etwas zum Morgen und dann zeigst du mir alles was du mir zeigen kannst."
Zum Frühstück gab es ein Getränk, dass speziell hier auf Bosque hergestellt wird und sich Kaffee nennt. Es war ein heißes recht bitteres Getränk, aber es machte munter und ich konnte mich gleich danach mit Oldo auf dem Weg machen. Als erstes brachte er mich zum Museum der Stadt. Dort zeigte er mir wie das Kunsthandwerk auf Bosque begründet wurde. Er erzählte mir, dass die Mandinga den Stein vom Berg Ciruha Dompe, nach dem Entdecker benannt, zu kunstvollen und sehr teuren Statuen verwandeln. Danach fragte ich den Museumsbesitzer nach der Geschichte der Insel. Oldo übersetzte mir alles was er erzählte. "Bosque wurde das erste mal namentlich erwähnt, als Elfenkönig Bosque Hanuio vor über tausend Jahren seinen Sommersitz hier hatte. Danach war die Insel immer wieder im Besitz von Königen oder anderen reichen Leuten, bis vor vierhundert Jahren sich das Volk der Mandinga auf der Insel angesiedelt hatte. Der damalige zum Herren von Bosque gewählte Rohure Harlo war bis zum ersten Volksaufstand, drei Monate nach der Wahl, Herr über die gesamte Insel. Grund dafür war, dass er Steuern angesetzt hatte, die erstens viel zu hoch, zweitens viel zu oft und drittens total sinnlos waren, da die Mandinga noch keine Währung besaßen und das produzieren von Geld nicht möglich war. Der Herr wurde dann gestürzt und es fanden neue Wahlen statt. Nachdem viel herum gewählt wurde fand man endlich vor zweihundert Jahren, als die Städte schon errichtet worden waren, einen Herren, dessen Geschlecht noch heute an der Macht ist. Seitdem gab es in Mandinga keine Volksaufstände mehr. Die Wirtschaft wurde von den Blauelfen, die kurz nach der Besiedlung der Insel eintrafen, unterstützt. Man holte sich über den Schiffweg die nötigen Rohstoffe und setzte hauptsächlich auf den Anbau von Warmkorn, Kaffee und anderen Früchten aus wärmeren Gefilden. Die Mandingas waren schon in einigen Kriegen vertreten. Als ein König das Land für sich beanspruchen wollte, wappneten sie sich für die bevorstehende Schlacht. Die Blauelfen halfen ihnen dabei mit Zaubern und ihren mächtigsten Wesen: den Blauen Flammenvögeln. Zusammen schafften sie es die Flotte zu versenken. Danach gab es immer wieder neue Gesetze und heute ist es so, dass Bosque ein beliebtes Reiseziel für die Menschen, Zwerge und anderen Völkern, die aus dem Norden kommen und ein bisschen Wärme spüren wollen."
"Und warum ist es hier so warm. Dort wo ich herkomme ist es kalt und um die Insel hier herum ist es genauso kalt wie bei uns. Warum ist das so?" "Ich habe keine Ahnung. Das werden nur die Gelehrten von Segredo." Da das Gespräch nicht so aufschlussreich war wie ich erhofft hatte, ging ich weiter um mir die restlichen Reliquien anzuschauen. Vor einer blau schimmernden Rüstung blieb ich dann stehen. Oldo erklärte mir, dass es die Rüstung vom Blauelfenkönig war. Die Elfen haben die Rüstung als Geschenk an das Museum gegeben, weil ein früherer Leiter herausgefunden hat, wie die Blauelfen erkrankt waren. Das ist doch mal was ganz tolles, dachte ich da. Als wir dann wieder aus dem Museum raus waren, gingen wir zum Rathaus. Auf dem Weg dorthin fragte ich Oldo noch einige Sachen. "Wie sieht es denn hier mit den Schichten aus?", hab ich ihn gefragt. Er sagte mir, dass es die Armen gab, danach kamen die Anderen und dann die Bevölkerung. An oberster Stelle waren die Erhobenen. Diese waren die Besitzer der Fabrikhallen und wurden vom Herren in die obere Schicht gehoben. Die anderen, das waren die, die anders denken und meist auch anders aussahen wie zum beispiel die Behinderten und die Fremdländer. Die Armen das waren die, die meist auf der Straße lebten und die, die anfangen wollten, ein Geschäft zu gründen. Die Bevölkerung machte den größten Teil aus. Sie waren die Arbeiterklasse auf Bosque. Alle, die arbeiteten, waren darunter. Bei diesen Worten fragte ich weiter was denn die Hauptarbeit von den Mandinga waren. Er sagte mir, dass es die Steiner waren, denn sie brachten den wichtigsten Rohstoff, den Koilat. Danach kommen die Gastwirte und die Freudenhäuser. Und erst dann die normalen Handwerksbetriebe und Farmen. Auch die Organisation der Cadela misst große Züge und wird im Geschäftsbuch unter die Freudenbetriebe verzeichnet.
An mir lief gerade ein Kind vorbei und da fiel mir eine weitere Frage ein: Wie ist das mit der Schule und wie werden die Kinder erzogen? Dias Schulsystem sieht wie folgt aus: Die Kinder werden mit vier Jahren von den Schulleitern direkt ausgewählt und dabei entscheidet sich welchen Weg sie einschlagen können. Es gibt die technische Schule, die Kriegsschule und die Theorieschule. Diese Schule besucht das Kind dann bis es sechzehn ist und kann sich dann entscheiden, was es machen will. Entweder es geht in einen der Berufe, welcher sie am besten anspricht oder sie wandern aus um in anderen Ländern zu studieren, da es auf Bosque keine Möglichkeit gab, medizinische, forschungs oder einige ander Berufe zu erlernen gab. Bis die Kinder vier Jahre alt sind bleiben sie zu Hause oder gehen in eine Freizeiteinrichtung, wo sie schon von anfang an eine Richtung einschlagen können. Wir waren schon ein ganzes Stück gelaufen, als wir an einem großen steinernen Gebäude ankamen. Davor standen mehrere Krieger und auf den Dächern befanden sich Bogenschützen um Wache zu halten. Oldo marschierte direkt auf das Gebäude drauf zu. "Das ist Eoling, der harukanische Forscher. Wir sind eingeladen um den Herren zu sprechen." Die Wache überprüfte das anhand eines Zettels, welchen er von der Wand nahm und durchlas. Die Wache nickte kurz und die Tür wurde geöffnet.
So hieß es in einer Geschichte, die ich vor einigen Jahren gehört habe. "Okay hier ist ihre Bestellung Herr Eoling. Ein Porco mit frischen Maca Dorouda und einer cremigen Gordula Soße." " Mhh vielen Dank. Das sieht wirklich lecker aus." Als ich alles aufgegessen hatte, es war wirklich vorzüglich, gab es zum Nachtisch das leckerste Gericht auf Bosque, den Bolo de Queijo. Nach dem Essen ging ich ins Bett. Draußen war es jetzt richtig finster. Ich legte mich auf die samtweiche Matratze und schlief augeblicklich ein.
Also ab hier gehts weiter
Am nächsten Morgen wachte ich sehr zeitig auf. Vor meinem Fenster tobte ein Kampf zwischen zwei kleinen Ingis. Ingis sind kleine, rot-goldene Vögel.Die beiden putzigen Tierchen stritten sich um einen Wurm und machten dabei einen höllischen Lärm. Ich stand dann auf und ging zum Fenster. Draußen war es noch dunkel, doch von Kälte war dort nichts zu spüren. Ich blickte weiter auf die Stadt herunter. Es waren auch jetzt schon einige Menschen unterwegs - wahrscheinlich zur Arbeit. Wie ich so das Treiben beobachtete, öffnete sich die Tür und Oldo trat herein. "Sie sind schon wach Eoling?", fragte er und es fiel ihm immer noch schwer ihn so anzusprechen. "Ja, Ich hab blendend geschlafen", antwortete ich darauf. "Was wünscht ihr heut zu tun Eoling?", fragte er. "Du brauchst nicht so formell zu sein. Sag einfach "Du". Das ist einfacher. Also ich würde heut gern einmal etwas über die Geschichte von Bosque erfahren. Was kannst du mir darüber erzählen?" "Ich kann es ihnen, dir, zeigen." "Okay, ich werde mich erst einmal anziehen, dann essen wir etwas zum Morgen und dann zeigst du mir alles was du mir zeigen kannst."
Zum Frühstück gab es ein Getränk, dass speziell hier auf Bosque hergestellt wird und sich Kaffee nennt. Es war ein heißes recht bitteres Getränk, aber es machte munter und ich konnte mich gleich danach mit Oldo auf dem Weg machen. Als erstes brachte er mich zum Museum der Stadt. Dort zeigte er mir wie das Kunsthandwerk auf Bosque begründet wurde. Er erzählte mir, dass die Mandinga den Stein vom Berg Ciruha Dompe, nach dem Entdecker benannt, zu kunstvollen und sehr teuren Statuen verwandeln. Danach fragte ich den Museumsbesitzer nach der Geschichte der Insel. Oldo übersetzte mir alles was er erzählte. "Bosque wurde das erste mal namentlich erwähnt, als Elfenkönig Bosque Hanuio vor über tausend Jahren seinen Sommersitz hier hatte. Danach war die Insel immer wieder im Besitz von Königen oder anderen reichen Leuten, bis vor vierhundert Jahren sich das Volk der Mandinga auf der Insel angesiedelt hatte. Der damalige zum Herren von Bosque gewählte Rohure Harlo war bis zum ersten Volksaufstand, drei Monate nach der Wahl, Herr über die gesamte Insel. Grund dafür war, dass er Steuern angesetzt hatte, die erstens viel zu hoch, zweitens viel zu oft und drittens total sinnlos waren, da die Mandinga noch keine Währung besaßen und das produzieren von Geld nicht möglich war. Der Herr wurde dann gestürzt und es fanden neue Wahlen statt. Nachdem viel herum gewählt wurde fand man endlich vor zweihundert Jahren, als die Städte schon errichtet worden waren, einen Herren, dessen Geschlecht noch heute an der Macht ist. Seitdem gab es in Mandinga keine Volksaufstände mehr. Die Wirtschaft wurde von den Blauelfen, die kurz nach der Besiedlung der Insel eintrafen, unterstützt. Man holte sich über den Schiffweg die nötigen Rohstoffe und setzte hauptsächlich auf den Anbau von Warmkorn, Kaffee und anderen Früchten aus wärmeren Gefilden. Die Mandingas waren schon in einigen Kriegen vertreten. Als ein König das Land für sich beanspruchen wollte, wappneten sie sich für die bevorstehende Schlacht. Die Blauelfen halfen ihnen dabei mit Zaubern und ihren mächtigsten Wesen: den Blauen Flammenvögeln. Zusammen schafften sie es die Flotte zu versenken. Danach gab es immer wieder neue Gesetze und heute ist es so, dass Bosque ein beliebtes Reiseziel für die Menschen, Zwerge und anderen Völkern, die aus dem Norden kommen und ein bisschen Wärme spüren wollen."
"Und warum ist es hier so warm. Dort wo ich herkomme ist es kalt und um die Insel hier herum ist es genauso kalt wie bei uns. Warum ist das so?" "Ich habe keine Ahnung. Das werden nur die Gelehrten von Segredo." Da das Gespräch nicht so aufschlussreich war wie ich erhofft hatte, ging ich weiter um mir die restlichen Reliquien anzuschauen. Vor einer blau schimmernden Rüstung blieb ich dann stehen. Oldo erklärte mir, dass es die Rüstung vom Blauelfenkönig war. Die Elfen haben die Rüstung als Geschenk an das Museum gegeben, weil ein früherer Leiter herausgefunden hat, wie die Blauelfen erkrankt waren. Das ist doch mal was ganz tolles, dachte ich da. Als wir dann wieder aus dem Museum raus waren, gingen wir zum Rathaus. Auf dem Weg dorthin fragte ich Oldo noch einige Sachen. "Wie sieht es denn hier mit den Schichten aus?", hab ich ihn gefragt. Er sagte mir, dass es die Armen gab, danach kamen die Anderen und dann die Bevölkerung. An oberster Stelle waren die Erhobenen. Diese waren die Besitzer der Fabrikhallen und wurden vom Herren in die obere Schicht gehoben. Die anderen, das waren die, die anders denken und meist auch anders aussahen wie zum beispiel die Behinderten und die Fremdländer. Die Armen das waren die, die meist auf der Straße lebten und die, die anfangen wollten, ein Geschäft zu gründen. Die Bevölkerung machte den größten Teil aus. Sie waren die Arbeiterklasse auf Bosque. Alle, die arbeiteten, waren darunter. Bei diesen Worten fragte ich weiter was denn die Hauptarbeit von den Mandinga waren. Er sagte mir, dass es die Steiner waren, denn sie brachten den wichtigsten Rohstoff, den Koilat. Danach kommen die Gastwirte und die Freudenhäuser. Und erst dann die normalen Handwerksbetriebe und Farmen. Auch die Organisation der Cadela misst große Züge und wird im Geschäftsbuch unter die Freudenbetriebe verzeichnet.
An mir lief gerade ein Kind vorbei und da fiel mir eine weitere Frage ein: Wie ist das mit der Schule und wie werden die Kinder erzogen? Dias Schulsystem sieht wie folgt aus: Die Kinder werden mit vier Jahren von den Schulleitern direkt ausgewählt und dabei entscheidet sich welchen Weg sie einschlagen können. Es gibt die technische Schule, die Kriegsschule und die Theorieschule. Diese Schule besucht das Kind dann bis es sechzehn ist und kann sich dann entscheiden, was es machen will. Entweder es geht in einen der Berufe, welcher sie am besten anspricht oder sie wandern aus um in anderen Ländern zu studieren, da es auf Bosque keine Möglichkeit gab, medizinische, forschungs oder einige ander Berufe zu erlernen gab. Bis die Kinder vier Jahre alt sind bleiben sie zu Hause oder gehen in eine Freizeiteinrichtung, wo sie schon von anfang an eine Richtung einschlagen können. Wir waren schon ein ganzes Stück gelaufen, als wir an einem großen steinernen Gebäude ankamen. Davor standen mehrere Krieger und auf den Dächern befanden sich Bogenschützen um Wache zu halten. Oldo marschierte direkt auf das Gebäude drauf zu. "Das ist Eoling, der harukanische Forscher. Wir sind eingeladen um den Herren zu sprechen." Die Wache überprüfte das anhand eines Zettels, welchen er von der Wand nahm und durchlas. Die Wache nickte kurz und die Tür wurde geöffnet.
Keinen Drachen kann man so hoch steigen lassen wie den der Phantasie.
DragonicGuardian
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